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Haftung

 

Sie müssen sich unbedingt bei der Unternehmensnachfolge bewusst sein, dass Sie in gewissen Fällen Altlasten und Altschulden des übernommenen Unternehmens mit übernehmen und hierfür ggf. haftbar gemacht werden können. 

 

So ist eine Haftung gem. § 25 HGB oftmals bei Firmenübernahme und Firmenfortführung einschlägig. Eine Firmenfortführung besteht laut BGH immer dann, „wenn die von dem bisherigen Inhaber tatsächlich geführte und von dem Erwerber weitergeführte Firma eine derart prägende Kraft besitzt, dass der Verkehr sie mit dem Unternehmen gleichsetzt und in dem Verhalten des Erwerbers eine Fortführung der bisherigen Firma sieht. Dabei genügt es, dass der prägende Teil der alten Firma in der neuen beibehalten wird“. (BGH, Urt. v. 28.11.2005 - II ZR 355/03) 

 

Diese prägende Kraft besteht insbesondere in den Fällen, in denen der Name des Unternehmens gleich oder diesem zumindest ähnlich ist. Deshalb ist insbesondere bei der Namensgebung darauf Acht zu geben, dass bei Namensübernahme oder im Falle einer ähnlichen Namensgebung der Altschuldner zahlungsfähig und –willig ist. Andernfalls ist dem (Alt-)Gläubiger die Möglichkeit gegeben, sich an ihr Unternehmen für entstandene Schulden oder Schäden zu richten. 


Um sich vor solchen oder anderen Haftungsfällen zu schützen, ist eine ausführliche anwaltliche Beratung notwendig.